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Ubuntu Server
26.04 LTS, 24.04 LTS, parallel.

Ubuntu Server ist der Standard-Stack in unseren Plesk-basierten Hosting-Setups. Welche Versionen wir produktiv einsetzen, wie LTS, Interim und ESM zusammenspielen, wann Major-Upgrades sinnvoll sind, und wo wir gegenüber Debian abwägen – aus eigener Praxis seit 2012.

Aktuelle Versions-Lage Mai 2026

Version Codename Release Standard-Support Mit Ubuntu Pro
26.04 LTS Resolute Raccoon 23. April 2026 bis April 2031 bis April 2036
25.10 (Interim) Questing Quokka Oktober 2025 bis Juli 2026
25.04 (Interim) Plucky Puffin April 2025 EOL Januar 2026
24.04 LTS Noble Numbat April 2024 bis April 2029 bis April 2034
22.04 LTS Jammy Jellyfish April 2022 bis April 2027 bis April 2032
20.04 LTS Focal Fossa April 2020 EOL April 2025 bis April 2030

Was wir aktuell empfehlen

Neue Server-Setups: Ubuntu 24.04 LTS „Noble Numbat"

Für produktive Server, die heute neu aufgesetzt werden, ist 24.04 LTS unsere erste Wahl. Drei Gründe:

  • Bewährter Stand.Seit April 2024 im produktiven Einsatz, Point-Releases bis 24.04.2 mit allen wichtigen Bugfixes.
  • Lange Restlaufzeit.Standard-Support bis April 2029, mit Ubuntu Pro bis 2034. Genug Zeit für eine ruhige Strategie.
  • Stack-Reife.Plesk, Apache, Nginx, PHP 8.1+, MariaDB 10.11+ laufen seit Monaten stabil.

Bestehende Server: nicht voreilig auf 26.04 LTS

Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon" wurde am 23. April 2026 veröffentlicht. Sie bringt Kernel 7.0, GNOME 50, Wayland-only, Rust-basierte Core-Utilities, TPM-backed FDE und native NVIDIA-CUDA-Pakete. Aber: für produktive Server empfehlen wir ein paar Wochen abzuwarten, bis das erste Point-Release 26.04.1 am 6. August 2026 erscheint.

Major-LTS-Releases haben in den ersten Monaten erfahrungsgemäß noch Stolpersteine. 24.04 LTS läuft parallel weiter und gibt Zeit für eine geordnete Migration.

Sehr alte Stände: 22.04 LTS oder älter zeitnah migrieren

Server auf 22.04 LTS sind aktuell noch in Standard-Support, aber die Lücke wird sichtbar: 22.04 endet im April 2027. Wer heute auf 22.04 ist, sollte den Sprung auf 24.04 LTS spätestens in den nächsten 12 Monaten planen.

Server auf 20.04 LTS oder älter sind akut handlungspflichtig. Standard-Support endete im April 2025. Ohne Ubuntu Pro keine Sicherheits-Updates mehr.

LTS, Interim, Pro – kurz erklärt

LTS (Long Term Support)

Die alle zwei Jahre erscheinenden LTS-Versionen (20.04, 22.04, 24.04, 26.04) bekommen 5 Jahre Standard-Support. Sie sind die richtige Wahl für produktive Server, die nicht alle 6 Monate ein Major-Upgrade durchlaufen sollen.

Interim-Releases

Zwischen den LTS-Versionen gibt es alle 6 Monate Interim-Releases (24.10, 25.04, 25.10, 26.10). Sie bringen aktuellere Software, aber nur 9 Monate Support. Für Server normalerweise nicht empfohlen, weil der Update-Zyklus zu kurz ist. Ausnahme: wenn eine Software ausschließlich in einer Interim-Version vorliegt.

Ubuntu Pro & ESM

Ubuntu Pro ist Canonicals kommerzielles Subscription-Modell, das LTS-Versionen zusätzlichen Support gibt:

  • ESM (Expanded Security Maintenance)5 zusätzliche Jahre Sicherheits-Updates für das „Main"-Repository und 10 zusätzliche Jahre für „Universe"
  • LivepatchKernel-Patches ohne Neustart einspielbar
  • ComplianceFIPS, Common Criteria, CIS-Benchmarks
  • Personal-Tarif kostenlosfür bis zu 5 Maschinen privat oder kleine Setups

Mit Pro-Subscription bekommt eine LTS damit insgesamt 10 Jahre Sicherheits-Updates. Mit dem Legacy-Add-on sind sogar 15 Jahre möglich – relevant für Compliance-getriebene Branchen mit langen Migrations-Zyklen.

Update-Pfade zwischen LTS-Versionen

Wichtig zu wissen: ein direkter Sprung über mehrere Major-Versionen ist nicht möglich. Beispiel: wer auf 22.04 LTS ist und nach 26.04 LTS will, muss erst auf 24.04 LTS gehen. Die Update-Pfade:

  • 22.04 LTS → 24.04 LTS:direkt möglich, Routine-Major-Upgrade
  • 24.04 LTS → 26.04 LTS:direkt möglich (ab 26.04.1, August 2026)
  • 22.04 LTS → 26.04 LTS:nur über 24.04 LTS oder 25.10
  • 20.04 LTS → 24.04 LTS:nur über 22.04 LTS
  • 25.04 → 26.04 LTS:nur über 25.10 (weil 25.04 bereits EOL ist)

Wer mehrere LTS überspringen muss, hat mehrstufige Updates vor sich. Bei großen Sprüngen lohnt sich oft auch ein Neuaufbau auf der Ziel-Version statt der schrittweisen Migration – wir besprechen das im konkreten Fall.

Was bei Ubuntu 26.04 LTS neu ist

Sicherheits-Verbesserungen

  • Rust-basierte Core-Utilities.Memory-sichere Reimplementierungen der wichtigsten Coreutils.
  • TPM-backed Full Disk Encryption.Hardware-gebundene Verschlüsselung als Standard-Option im Installer.
  • Snap permissions prompting.Zugriffsanfragen von Snap-Apps werden interaktiv bestätigt.

Modernisierungen

  • Kernel 7.0– aktuelle Hardware-Unterstützung, NVMe-RAID, neuere CPU-Generationen
  • GNOME 50(nur Desktop, für Server nicht relevant)
  • Wayland-only(Desktop) mit XWayland für Legacy-Apps
  • systemd 259– cgroup v1 wird vollständig entfernt, nur noch v2
  • Dracut als Default-Initramfs-Generator(statt initramfs-tools)

AI/ML-Toolchain

  • NVIDIA CUDAnativ in den Ubuntu-Repos verfügbar
  • AMD ROCmfür AMD-Beschleuniger im offiziellen Repo
  • NVIDIA DOCA-OFEDfür High-Performance-Networking

Ubuntu Server vs. Debian – wann was?

Beide sind solide Server-Betriebssysteme, mit ähnlichem Werkzeugkasten. Wann wir was empfehlen:

Ubuntu Server, wenn...

  • Aktuelle Software-Versionen wichtig sind.Ubuntu hat in der Regel neuere Pakete als Debian Stable.
  • Plesk-Hosting im Spiel ist.Plesk unterstützt Ubuntu als Standard-Plattform sehr gut.
  • Compliance-Themen mit Ubuntu Pro abdeckbar sind.FIPS, CIS-Benchmarks, ESM.
  • Kommerzielle Hardware-Treiber gebraucht werden.NVIDIA-, AMD-, Intel-Pakete sind in Ubuntu oft eher verfügbar.
  • Cloud-Workloads dominieren.Ubuntu ist auf AWS, GCP, Azure die Standard-Wahl.

Debian, wenn...

  • Maximale Stabilität wichtiger ist als aktuelle Versionen.Debian Stable ändert sich seltener.
  • Keine kommerzielle Bindung gewünscht.Debian ist 100 % Community-Projekt ohne Canonical.
  • Minimaler Footprint nötig ist.Debian Server-Images sind etwas kleiner als Ubuntu-Equivalente.
  • Konservative Update-Politik passt.Debian-Major-Releases sind seltener und ruhiger.

Plesk auf Ubuntu Server – aus eigener Praxis

Wir betreiben Plesk auf Ubuntu Server seit über einem Jahrzehnt – aktuell auf Ubuntu 24.04 LTS. Plesk unterstützt offiziell die letzten zwei Ubuntu-LTS-Versionen und nimmt 26.04 LTS in den kommenden Monaten in den offiziellen Support auf.

Wenn du an Plesk-Hosting auf Ubuntu interessiert bist – ob als reine Hosting-Lösung oder mit konkretem Joomla- oder WordPress-Stack – haben wir spezialisierte Schwester-Sites: jhosting.seo-manager.info für Joomla, wphosting.seo-manager.info für WordPress.

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